Dank der Mithilfe von tausenden Menschen haben wir die Mietpreis-Initiative am 23. Juni eingereicht. Jetzt beginnt die politische Auseinandersetzung in Bundesrat und Parlament. Bleib dran – gemeinsam sorgen wir dafür, dass missbräuchliche Mieten endlich gestoppt werden.

Die Mietpreis-Initiative ist eingereicht!
Das will die Mietpreis-Initiative
Die Mietpreis-Initiative setzt endlich durch, was eigentlich schon Realität sein sollte: Mieten dürfen nicht missbräuchlich hoch sein. Sie müssen sich an den tatsächlichen Kosten einer Liegenschaft plus einer angemessenen Rendite orientieren – nicht an maximalen Profiten. Das steht zwar seit langem im Gesetz - wird aber in der Praxis kaum kontrolliert. Deshalb bezahlen Mietende jeden Monat durchschnittlich 360 Franken zu viel. Die Mietpreis-Initiative ändert das: Mieten werden automatisch und regelmässig überprüft. So können missbräuchlich hohe Mieten endlich wirksam gesenkt werden.
Um was geht es bei der Mietpreis-Initiative?
Warum müssen die Mieten sinken?
Die Schweiz ist ein Land der Mietenden: Rund 60 Prozent der Haushalte sind Miet-Haushalte. Gleichzeitig sind die Angebotsmieten in den letzten 20 Jahren um mehr als 25% gestiegen. Das trifft viele Menschen hart - die Miete ist für viele der grösste Ausgabenposten im Haushaltsbudget. Fast 40% der Mietenden geben heute mehr als einen Drittel ihres Haushaltseinkommens für die Miete aus – deutlich mehr, als die Budgetberatung Schweiz empfiehlt. Für viele bedeutet das ein Armutsrisiko. Und immer häufiger geraten auch Haushalte mit mittleren oder hohen Einkommen unter Druck.
Warum sind die Mieten zu hoch?
Eigentlich gilt im Mietrecht die Kostenmiete: Mieten dürfen sich nicht an maximalen Profiten orientieren, sondern nur an den tatsächlichen Kosten einer Liegenschaft plus einer angemessenen Rendite. Liegt die Miete darüber, ist sie missbräuchlich und gesetzlich nicht erlaubt. Doch in der Praxis verlangen viele Vermietende höhere Mieten, als das Mietrecht erlaubt. Und das bleibt oft folgenlos: Niemand überprüft systematisch, ob das Gesetz eingehalten wird. Die Mietenden müssen sich heute selbst wehren, wenn ihre Miete missbräuchlich hoch ist.
Wer profitiert von überhöhten Mieten?
Mietende zahlen heute im Durchschnitt rund 360 Franken pro Monat zu viel pro Haushalt. Hochgerechnet sind das jährlich rund 10 Milliarden Franken, die den Haushalten fehlen. Dieses Geld landet vor allem bei institutionellen Anlegern wie Immobilienkonzernen, Banken und Versicherungen (UBS, Swiss Life und Co). Und deshalb fehlt es Ende Monat im Portemonnaie, beim Einkauf, in der Freizeit und in der lokalen Wirtschaft.
Ist die Initiative gegen HauseigentümerInnen?
Nein, überhaupt nicht. Die Mietpreis-Initiative richtet sich nicht gegen faire Vermietende. Das Problem sind vor allem Immobilienkonzerne, die missbräuchlich hohe Mieten verlangen und ihre Profite auf Kosten der Mietenden maximieren. Wer heute faire Mieten verlangt, hat nichts zu befürchten.
Will die Initiative Wohneigentum erschweren?
Nein, im Gegenteil: Missbräuchlich hohe Mieten schaden auch denjenigen, die Wohneigentum erwerben möchten. Denn heute zahlen Immobilienkonzerne bisweilen Fantasiepreise für Land und Liegenschaften, weil sie diese mit überteuerten Mieten finanzieren können. Das treibt die Boden- und Immobilienpreise weiter in die Höhe und führt dazu, dass sich immer weniger Menschen Wohneigentum leisten können. Mit der Mietpreis-Initiative sinken auch die Bodenpreise und mehr Menschen können sich wieder Wohneigentum leisten.
Was ändert die Mietpreis-Initiative konkret?
Heute müssen Mietende selbst aktiv werden, wenn ihre Miete missbräuchlich hoch ist. Das ist kompliziert, aufwendig und für viele mit dem Risiko verbunden, einen Konflikt mit ihrer Verwaltung einzugehen und schlimmstenfalls ihre Wohnung zu verlieren. Die Mietpreis-Initiative dreht diese Logik um: Mieten sollen automatisch und regelmässig überprüft werden. So wird das geltende Mietrecht endlich durchgesetzt – ohne dass einzelne Mietende allein gegen Vermietende oder Immobilienkonzerne antreten müssen.
Warum braucht es eine Volksinitiative?
Der Mieterinnen- und Mieterverband setzt sich seit Jahren gemeinsam mit seinen Verbündeten für wirksamen Schutz vor missbräuchlichen Mieten und für mehr bezahlbare Wohnungen ein. Doch im Parlament sind entsprechende Vorstösse immer wieder gescheitert – und auch der Bundesrat handelt nicht. Deshalb braucht es jetzt den direkten Weg über die Volksinitiative: Damit die Stimmbevölkerung entscheiden kann, ob missbräuchlich hohe Mieten endlich gestoppt werden.

So geht's weiter
Phase 1: Unterschriftensammlung
Im Juni 2025 haben wir die Mietpreis-Initiative lanciert und innerhalb von einem Jahr 140'048 Unterschriften gesammelt.
Phase 2: Einreichung und Prüfung ⬅️
Am 23. Juni 2026 haben wir die Unterschriften bei der Bundeskanzlei eingereicht. Diese prüft nun, ob genügend gültige Unterschriften vorliegen.
Phase 3: Bundesrat und Parlament
Anschliessend nehmen Bundesrat und Parlament Stellung zur Initiative. Sie können die Initiative unterstützen, ablehnen oder ihr einen Gegenentwurf bzw. Gegenvorschlag gegenüberstellen.
Phase 4: Volksabstimmung
Am Ende entscheidet die Stimmbevölkerung. Die Abstimmung findet voraussichtlich zwischen 2028 und 2030 statt.








